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Genetik

 

1860 stellte Johann Gregor Mendel (1822 – 1884) seine Hypothese zur Existenz sogenannter “erblicher Faktoren” vor. Wie vielen andere Menschen seiner Zeit war ihm aufgefallen, dass Kinder in gewissen Aspekten Ähnlichkeit mit ihren Eltern aufwiesen. Zu seiner Zeit waren jedoch keinerlei zelluläre oder molekulare Strukturen bekannt, die dieses Phänomen hätten erklären können. Davon ließ sich Mendel jedoch nicht abhalten. Er war entschlossen, die Regeln für das Auftreten elterlicher Merkmale in ihrem Nachwuchs zu untersuchen. Neben anderen Organismen arbeitete Mendel dazu mit der Gartenerbse. Nach Jahren der Arbeit kam er zu dem Schluss, dass elterliche Merkmale in bestimmten Zahlenverhältnissen in den Folgegenerationen wiederzufinden waren.

Im frühen 20. Jahrhundert gelang dem experimentellen Embryologen Thomas Morgan Hunt (1866 – 1945) der nächste wesentliche Schritt zur Entdeckung der molekularen Grundlagen der Vererbung. Auch wenn er Mendels Ideen zunächst skeptisch gegenüberstand, waren es seine Experimente, die bewiesen, dass Chromosomen die Strukturen sind, die als „erbliche Träger“ dienen – für jene von Mendel angenommenen „erblichen Faktoren“.

1953 versetzen James Watson (geboren 1928) und Francis Crick (1916 – 2004) die wissenschaftliche Welt in Aufregung, als sie ihr Modell der DNA als Doppelhelix vorstellten, welches schon bald zum Symbol der modernen Biologie werden sollte. In den folgenden Jahrzehnten wurden zum Bau und den Eigenschaften der DNA viele weitere Untersuchungen durchgeführt und Erkenntnisse gewonnen.

Schon bald erkannte man, dass die DNA die Substanz ist, aus der Morgans Chromosomen und Mendels „erbliche Faktoren“ bestehen. Sie kodiert die „Geheimnisse des Lebens“.

Heutzutage erfährt jeder Schüler und jede Schülerin von den großen Entdeckungen im Bereich der Molekulargenetik, die der Menschheit in den letzten 100 Jahren gelungen sind. Es gibt jedoch auch noch jede Menge Fragen, die auf unentdeckte Antworten warten. Und das ist nur einer der Gründe, warum die Genetik ein faszinierendes Teilgebiet der Biologie ist.